Monatsarchiv: Mai 2011

Warum Bildungswissenschaften, warum an einer Fernuni

Im Frühjahr 2011 entschloß ich mich, trotz meiner inzwischen bunten 42 Lebensjahre noch einmal ein Studium zu beginnen. Doch wie bringt man Zeit und Geld neben dem Beruf dafür auf. Meinen 30 Stunden Job bei einer Berliner Behindertenwerkstatt wollte ich auf keinen Fall aufgeben, trotzdem sollte es ein Universitätsstudium sein. Mit dem Fernlernen hatte ich ganz gute Erfahrung gemacht, da ich den Fachwirt für Soziales und Gesundheit (IHK) über ein Fernlerninstitut gemacht habe. So stieß ich bei der Recherche nach einem geeigneten Studium der erziehungswissenschaftlichen Richtung auf die Fernuni Hagen. Der Studiengang Bachelor Bildungswissenschaften war genau das was ich suchte, es war bezahlbar und die Uni Hagen hat sogar ein Regionalzentrum in Berlin. Nur die Anmeldefrist (schon die verlängerte, inzwischen kann man an der Fernuni allerdings flexibel Starten)) lief in 2 tagen ab. Also fix die Anmeldung ins Regionalzentrum gebracht und dann auf die Einschreibebestätigung gewartet. Dauerte auch nur knapp 2 Wochen und ich war immatrikuliert. Auf den vielen Infoseiten begann ich meine ersten Schritte, besorgte mir Literatur aus der Literarturliste für mein erstes Studienmodul und fing locker an zu Lesen

to be continued

 

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Eingeordnet unter Bachelor Bildungswissenschaften

Die Bedeutung der kopernikanischen Wende für die Philosophie

Die kopernikanische Wende bezeichnet den in der Astronomie vollzogenen wissenschaftlichen Paradigmenwechsel vom geozentrischen Weltbild zum heliozentrischen Weltbild. Die Erde war vor den Entdeckungen als zentraler Mittelpunkt unseres Systems gedacht worden. Dabei dachte man an eine festverankerte von Gott erschaffene und behütete Welt. Kopernikus entdeckte durch die Annahme das sich die Erde im Kosmos mitdrehte (um die Sonne) und nicht den Mittelpunkt des Systems darstellt, nicht nur astronomisch bahnbrechende Neuigkeiten, sondern veränderte bzw. beeinflusste mit dieser neuen Entdeckung auch einen Paradigmenwechsel in den Geisteswissenschaften. Zusätzlich kamen auch die christlichen Religionen in Erklärungsnöte ihre bisherige „Schöpfergeschichte“ aufrechtzuerhalten. Es muss damals, auch wenn sich alles über einen längeren Zeitraum langsam verändert hat, für viele Menschen ein großer Schock gewesen sein. Mit einer physikalischen Entdeckung fielen Wahrheit und Erkenntnis über Mensch und Welt wie ein Kartenhaus zusammen. Fast alles musste neu gedacht werden. Zahlreiche Wissenschaftler haben in einer Art Aufbruchstimmung (Kants Ausspruch folgend „Sapere aude…Gebrauche Deinen Verstand“ über die neuen Verhältnisse von Mensch, Welt und Mensch zur Welt nachgedacht und versucht ein neues Weltbild auch für die Geisteswissenschaft zu konstruieren. Der Mensch ist nicht mehr von Gott behütet, er ist frei. Freiheit bedeutet jetzt aber auch Verantwortung für sich selbst und auch für die Menschheit. Freiheit, Mündigkeit und Bildung wurden von Kant postuliert von Humboldt aufgegriffen und gesellschaftfähig gemacht durch das Konzept der Schule für alle bzw Bildung für alle, Jahre später setzte Emile Durkheim mit einer ersten Sozialisationstheorie  eine Wissenschaft ingang die ein verantwortungsbewusstes Miteinander zum Thema hatte und nicht mehr nur von der Freiheit des Individuums ausging, sondern gesellschaftkliche Phänomene betrachten wollte. Philosophie ist eine spannende Wissenschaft und regt zum Mitdenken an. Mehr im nächsten Blog

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Eingeordnet unter Bachelor Bildungswissenschaften, BiWi SS11, Modul 1A