Sinnkrise

So eine Sinnkrise im Studium gehört wohl dazu, jedenfalls hat sie mich jetzt erwischt. Seit der Klausur in 1D am 04.09. ist eine gewisse Leere (nicht Lehre) eingetreten. Trotz MC Klausur in der die Antworten ja nur aus Kreuz oder nicht Kreuz bestehen, hat die Klausur am Ende wieder mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben. Ich gehe zwar sicher davon aus, dass es zum Bestehen gereicht hat, aber das ist auch nicht der Grund meines Zweifelns. Viel eher frage ich mich, ob der extrem hohe Lernaufwand für diese Art von Prüfungsleistungen in irgend einer Form einen Beitrag zum tieferen Verständnis des Themas Empirische Sozialforschung beiträgt. Es hat für mich mehr den Anschein reinen Bulimie Lernes. In Kombination mit den extrem langen Wartezeiten auf die Prüfungsergebnisse (die Hausarbeit im Modul 2B ist seit knapp 10 Wochen in der Korrektur, 1D soll trotz Maschinenauswertung 6 – 8 Wochen dauern) läßt Zweifel aufkommen ob das so alles das richtige ist. Aus den Klausurkommentaren in der Lernumgebung zu den kommenden 2er Modulen ist auch leider keine Besserung in Sicht, im Gegenteil, sowohl Sinnhaftigkeit als auch die angekündigten Korrekturzeiten lassen Erahnen das meine bisherige Kritik durchaus noch steigerungsfähig werden könnte. Natürlich ist nicht alles negativ. Die Abende mit meiner tollen Skype-Lerngruppe möchte ich nicht missen. Dort findet nicht „ausschließlich“ Klausurvorbereitung statt, sondern es kommen immer wieder tolle Diskussionen zu bildungswissenschaftlichen Themen zu Stande, nach denen man oft das Gefühl einer wirklichen Horizonzerweiterung hat (Danke an Conny, Eva Luci, Angelika und Felix). So ganz nebenbei haben wir  dort auch richtig viel Spaß.

Also wie geht es jetzt weiter, geht es weiter ?

Drei Module habe ich für das Wintersemester hier liegen. Die neuen Studienbriefe für 2C (Entwicklungspsychologie) und 2D (Soziale Ungleicheit) sind 2 Tagen druckfrisch auf dem Schreibtisch. 2A liegt schon seit dem letzten Semester auf Halde, da der Aufwand 2 HA zu schreiben und die 1D Klausur vorzubereiten dann doch zu groß war. Da das Thema für die HA in 2A schon im Kopf herumschwirrt, werde ich hiermit wohl ab Anfang Oktober starten und versuchen den Spaß am Studieren über das doch etwas freiere Entwickeln des Forschungsthemas in der Qualitativen Forschung zurückzugewinnen. Bis dahin werde ich die 2C und 2D Studienbriefe durchblättern und mich dann wohl für eine der beiden Klausuren entscheiden. Bleibt noch die Nachbereitung des Moduls 2B, das sehr interressante Studienbriefe über Lehre, Lernen, Didaktik und Instruktionsdesign hat, aber leider die Prüfungsleistung sehr einseitig auf das 4C/ID – Modell beschränkt, da muss ich wohl im Selbststudium nochmal ran.

Außerdem werde ich mir die Zeit nehmen zu bildungswissenschaftlichen Themen etwas mehr und intensiver über den Tellerrand Fernuni Hagen  hinauszuschauen. Da bieten sich an, die tollen Beiträge auf  http://dossenheim-zur-kreidezeit.de/ und  der offene Online Kurs von George Siemens http://cck12.mooc.ca/ , der sicherlich auch meinem rostigen Englisch noch ein bißchen auf die Sprünge helfen wird.

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Eingeordnet unter Bachelor Bildungswissenschaften

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