Mooc gleich Bloggernetzwerk XXL

In diesem Blog stellt Dörte Giebel folgende These auf:

Ein cMOOC ist nichts anderes als ein Blog(ger)-Netzwerk, das sich zu einer riesengroßen sich weit verzweigenden Blogparade zusammenfindet. Wer (noch) nicht bloggt oder nicht weiß, wie man schnell ein eigenes Blog aufsetzt, findet schwerer Zugang zur Lern Community eines cMOOCs. Bloggen gehört folglich zur grundlegenden Medienkompetenz und damit quasi zur Teilnahmevoraussetzung in einem cMOOC.

ich denke obwohl Blogs das Herzstück eines Moocs sind, ist die Blogparade nicht alles bei einem Mooc. Sicher ist ein Mooc eine große Werbeveranstaltung für Blogs, die über den Zeitverlauf des Moocs massiv gepusht werden, indem auf Google+, Facebook, Twitter etc. auf sie verwiesen oder über sie diskutiert wird. Hinzu kommt das längere inhaltliche Auseinandersetzungen des Moocs in den Blogs diskutiert werden. Aber sollte nicht ein MOOC mehr sein als ein Blognetzwerk. Denken wir an Teilnehmer die nur einen kurzen Gedanken auf Twitter (oder ähnlichem) posten und ansonsten eher zu den Lurkern (passiven Teilnehmern) des Mooc gehören. Hier bietet der zeitlich abgegrenzte und dadurch sehr konzentrierte Rahmen eines Mooc mehr Chancen interessante Themen zu erfassen, die einem Bloggernetzwerk entgangen wären, da der TN sich nicht trauen würde einen Blog zu kommentieren.

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Bachelor Bildungswissenschaften

4 Antworten zu “Mooc gleich Bloggernetzwerk XXL

  1. eva

    Interessanter Aspekt: Sollte es mehr sein als ein Bloggernetzwerk und verliert man sich in einem solchen nicht auch, weil es schwer ist sich aufeinander zu beziehen? Diskussionen mal hier, mal hier stattfinden.
    Und wie machen sich neue Blogs relativ gesehen „unbekanner“ Teilnehmer? Finden sie Beachtung oder sind es eher die bekannteren größeren Blogs, auf denen diskutiert wird?
    Und dann muss man sich entscheiden: Kommentiere ich ausführlich unter dem Beitrag oder schreibe ich einen eigenen Blogspost dazu oder muss ich zum Ursprungsbeitrag wie hier bei lernkult 2.0 und dort kommentieren?
    Gar nicht so einfach und für den Newbie nicht einfach.

  2. Pingback: Motivierend oder das Gegenteil? Tweets in der Übersicht | Lernst du noch ...

  3. Du hast natürlich recht, und meine These war bewusst spitz. 😉

    Dennoch: Twitter ist Micro-Blogging, Googe+ kann wie ein Blog genutzt werden. Wir bewegen uns also im Konzept „Blog“.

    Und, das wichtigste: Die größte Aufmerksamkeit bekommen in einem cMOOC (und danach sowieso) die gebloggten Beiträge – es sei denn, man organisiert sich in einer Forenstruktur (was auch eine Google+ Community leistet) und zentralisiert die Diskussionen.

    Blogger wissen natürlich längst, dass sie auch Twitter, Facebook, Foursquare, Instragram, Pinterest usw. nutzen „müssen“, um ihr Blog public zu machen und sich zu vernetzen. Aber vom Kern her bleiben sie Blogger und ziehen sich dorthin zurück. Früher reichte die Blogroll und der Feed Reader, heute gibts das Social Web. Aber Blogger bleibt Blogger… (ich schweife ab 😉 .

    Zurück zum cMOOC #MMC13: Ich bin gespannt, welche Sozialen Medien sich bei uns im Kurs durchsetzen werden. Im Moment scheinen Blogs, Twitter und Google+ am stärksten. Weil die GastgeberInnen das favorisieren / forcieren?

    Auf jeden Fall finde ich es ganz auffällig, dass noch niemand nach einer Facebook-Gruppe gerufen oder selbst eine gegründet hat…..

    Ich frreue mich auf den weiteren Austausch!
    Dörte

    • Hallo Dörte,
      du verteidigst die Blogger ja massiv, das ist insofern berechtigt, weil sie wirklich das tragende Gerüst in diesem (und auch in anderen großen cMOOC´s) bilden. Natürlich ist mir klar das Du Bloggerin aus tiefstem Herzen bist und ich gehe auch soweit mit das ein cMooc ohne Blogger derzeit kaum denkbar wäre. Aber den MOOC auf die Bloggerszene zu reduzieren ist mir zuwenig (zuwenig Massive und auch zu wenig Open). Ich sehe durch den MOOC die Chance auch Leute außerhalb der „klassischen Bloggerszene“ zu erreichen (natürlich noch besser wenn sie dadurch zu Bloggern werden, wie es ja bei einigen durch den #MMC13 schon geschehen ist).
      Twitter und Google+ können für mich Microblogging sein, können aber auch als Nachrichtenportale gesehen und verwendet werden. Insofern sehe ich auch hier ein erreichbares Potential außerhalb des Bloggernetzwerkes für den #MMC13.
      Warum gibt es (noch) keine Facebookgruppe zum #MMC13, nun weil die drei Veranstalter im Vorfeld ihre Hausaufgaben gemacht haben und auf den bereitgestellten Tools (Du sagst gepuhsten, aber das hört sich für mich so nach Werbung an und ich finde sie sind einfach optimal verwendet) ausreichend Möglichkeiten zum MOOCen geschaffen haben.
      Dafür ein dickes Lob an Euch drei und auch an (sicherlich einige) stillen Mitarbeiter im Hintergrund, es macht Spaß mit euch zu Moocen.
      Marc

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