MOOCs in Unternehmen als betriebliche Weiterbildung

Diskussion über MOOC in Unternehmen in diesem Hangout

Martin Lindner, Karlheinz Pape, Ludwig Höfer, Ellen Trude und Dirk Burkamp diskutierten in einem Hangout on air auf G+ über MOOCs  in und für Unternehmen, ist das sinnvoll. Dies wurde in der Runde kontrovers aber sehr kurzweilig diskutiert. Wer keine Zeit oder Möglichkeit hat sich den Hangout anzuhören, bekommt hier eine knappe Zusammenfassung der nach meiner Auffassung getroffenen Kernaussagen.

E.Trude sieht Moocs als Chance Mitarbeiter früher am Lernergebnis zu beteiligen, im Sinne von welche Kompetenzen fehlen uns, was brauchen wir an Fähigkeiten. D. Burkamp hält auch das Wohlfühlen in einem Mooc für wichtig, der sogenannte „Kuschelfaktor“, wobei Karlheinz Pape  die Gefahr sieht, das Mitarbeiter  keinen Nutzen sehen und wegbleiben (Zeitfaktor). Aber E.Trude glaubt vor allem durch die Beteiligung der Mitarbeiter an den Mehrwert, folgend der Mundpropaganda  ( die man nutzen und berücksichtigen sollte). Karlheinz Pape favorisiert statt Mooc´s eher  die Begriffe“ lernendes Unternehmen“,  Lernen am Arbeitsplatz, Enterprise 2.0, als Lernen einer Organisation und hält Moocs eher nicht für durchführbar oder nutzenbringend im Unternehmen. Er  hält eine Nutzerzahl  von jenseits der Tausend auch erst für moocwürdig. Dabei glaubt Martin Lindner nicht an eine so hohe Teilnehmerzahl, da es mehr auf die aktiven, inputgebenden Leute ankommt, denn auf eine absolute Teilnehmerzahl. Der „Flow“ im Mooc muss stimmen. Hier ist also der Begriff Mooc wieder mehr von der qualitativen Seite begrifflich bestimmt, im Gegensatz zur quantitativen Definition von Pape. Die heutige Arbeitsverdichtung verhindert oft das weitergebende Lernen“ am Arbeitsplatz durch hohe Arbeitsbelastung und hohe Arbeitsteilung. Hauptprobleme bei MOOC für Unternehmen könnten sein, dass die  Lerneffektivität nicht überprüfbar ist und dadurch der Kostenfaktor nicht zu rechtfertigen ist

Karlheinz Pape: Wir müssen eine Strategie entwickeln „Lernen am Arbeitsplatz“  als selbstständiges Erarbeiten zu fördern. Social Media im Unternehmen eröffnet Möglichkeiten des Lernens in kleinen gesteuerten Portionen. Dafür sind Moocs seiner Meinung nach weniger geeignet. L. Höfer würde MOOC´s nicht als Weiterbildungsmassnahme sehen, aber als Brainstorming in der Bedarfsanalyse sprich: Thematisch fundiert, aber ergebnisoffen, dafür sieht er in Unternehmen durchaus Bedarf.

Ellen Trude gibt auch zu Bedenken, das heute „Learning by doing“ am Arbeitsplatz von den Mitarbeitern nicht als Lernen empfunden wird, für Lernen braucht es fast immer eine eigene Umgebung (Seminarraum, E-Learning Umgebung). Kann man da über Moocs eine Verbindung und Aktzeptanz schaffen. Martin Lindner fügt ein, dass der „Lernbegriff“ auch nicht unbedingt als positiver Begriff bei den Mitarbeitern besetzt ist, da „Lernen“ als zusätzliche Belastung empfunden wird. Die Runde hat kurzweilig diskutiert und nach meiner Meinung sehr interessante Punkte aufgegriffen. Der Hangout ist  nur als „Kick off“ für weitere Treffen zu sehen, wen es interessiert, der schaut in der Google+ Community nach neuen Terminankündigungen.

Karlheinz Pape hat Zweifel, für Mooc ist die notwendige Teilnehmeranzahl zu groß, Vorteil der Mooc´s nicht nutzbar. E.Trude will dranbleiben, sieht große Unternehmen mit um 1000 teilnehmenden Mitarbeitern durchaus als am Markt vorhanden.

Einigkeit wurde erzielt das vor der Durchführung eines MOOC im Unternehmen der 1. Punkt immer eine Bedarfsanalyse sein muss, ein einfaches überstülpen eines MOOC Konzeptes wird für Unternehmen nicht gewinnbringend sein.

Eine Frage die überprüft werden sollte: Wieviele Anbieter auf der bevorstehenden Weiterbildungsmesse  Learntec bieten Moocs schon an. Martin Lindner ist sich sicher das schon  Firmen da sein werden die MoocKonzepte verkaufen wollen.

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Bachelor Bildungswissenschaften, MOOC

5 Antworten zu “MOOCs in Unternehmen als betriebliche Weiterbildung

  1. Pingback: MOOCs in Unternehmen als betriebliche Weiterbildung | weiterbildungsblog

  2. vielen Dank für’s zusammenfassen – wäre gerne live dabei gewesen. Besonders gut gefällt mir der Begriff: Lernen in „selbstständiges Erarbeiten“ zu wandeln – da müssen wir hin.

  3. Pingback: Mooc – Top Ten Liste » Mooc, Moocs, Course, Maker, Prof, Schulmeister » Lernen und Internet

  4. Pingback: Modul 3d | Pearltrees

  5. Pingback: Was ist ein Mooc? – E-Learning

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