OER Einsatzszenario im Rahmen des #COER13

Beschreiben Sie ein Einsatzszenario für ein Arbeitsfeld, das Sie interessiert:

Arbeitsfeld: cMoocs (hier speziell #MMC13 Mook Maker Course)

Der #MMC13 wollte Leute ansprechen,  die überlegen, diese offene Lehr-Lernform zukünftig anzubieten, die eigene MOOC-Erfahrungen miteinander auswerten wollen, die sich für Trends im Bereich Open Education interessieren. Herausgekommen ist nach dem Kurs (meiner persönlichen Meinung nach) ein recht offenes aber massives Kompendium über Moocs und den Umgang damit.

Freies Zusammenarbeiten in CMoocs bedingt OER Materialien um effektiv zusammen arbeiten und lernen zu können. Nach der Theorie des Konnektivismus von George Siemens, auf deren Grundlage die CMoocs aufbauen, entsteht Wissen „als ein Geflecht aus Verknüpfungen und man sich somit  jedes Verknüpfungsgeflecht als etwas Lernendes vorstellen kann.  Also kann ein Verstand etwas Lernendes sein, ein Computer kann etwas Lernendes sein, eine Gesellschaft kann etwas Lernendes sein. Anzeichen für dieses Lernen finden wir sowohl in der Gesellschaft als auch beim Menschen“ (aus http://silkehinrichs.wordpress.com/2009/08/07/was-ist-konnektivismus/). Lernen ist also danach ein Prozess, bei dem verschiedene Informationsquellen und -knoten miteinander verbunden werden. Der Lernende kann sein Lernen erheblich verbessern, wenn er sich in ein bestehendes Netzwerk oder in eine bestehende Gemeinschaft zum entsprechenden Thema integriert (aus Bernhardt, T.; Kirchner, M.: Vierter Video-Podcast – Konnektivismus pur: Lernen überdenken!?, http://www.elearning2null.de/index.php/2007/03/17/vierter-video-podcast-konnektivismus-pur-lernen-ueberdenken . Genau für dieses Integrieren des Lerners sind remixbare (also veränderbare) Lehrmaterialien im Sinne von Open Educational Resources notwendig damit sich Wissen in Gruppen weiterentwickeln kann.

Funktionsweise: kollaboratives Arbeiten über die Laufzeit des Moocs ermöglichen und Ergebnissicherung in einem Wiki zur Nutzung des erarbeiteten Wissens über die Laufzeit und über die Community hinaus.

Beispielhaft seien hier die Pearltrees mit wunderbaren Einführungsvideos auf YouTube von Andrea Brücken und das abschließende MoocMakerWiki genannt, das sich auch nach dem Ende des MMC13 nicht nur nutzen sondern auch stetig weiterentwickeln lässt. Es gibt aber noch viele weitere Tools die #OER und kollaborativ während des Moocs #MMC13 genutzt wurden, hier zum Beispiel noch ein gemeinsam bearbeitetes GoogleDoc

Entwicklungspotential: Was könnte zukünftig noch verbessert / weiter entwickelt werden?

Das technische Potential von OER wird sich mit der Zeit, genau wie im kommerziellen Bereich durch technische Innovationen weiterentwickeln. Die Hauptentwicklungschancen bei OER liegen aber zur Zeit in den Köpfen der Menschen. Es existieren eine Vielzahl von Tools die schon heute kollaboratives Arbeiten und Lernen ermöglichen. Mit der Möglichkeit Lizenzen wie CC oder GNU zu vergeben sind auch die ersten Möglichkeiten geschaffen, sogar mit dem im Open Bereich immer wieder als restriktiv betrachteten Urheberrecht und Leistungsschutzrechten, kollaborativ freie Lernmaterialien zu erstellen. Nun muss es getan werden. Viel Potential bietet hier sicherlich der zukünftige Schulunterricht, auch weil hier die Lerner sitzen, die mit der Anwendung von Web 2.0 Tools aufwachsen. Sehr hilfreich können dabei sicher auch moderne Unterrichtsmethoden sein, die Schüler unter anderem auch beim eigenen kreativen Erschaffen von Lehr-Lernmaterial unterstützen können, wie zum Beispiel ldl (Lernen durch Lehren), einer von Jean-Pol Martin entwickelten Unterrichtsmethode die von Joachim Grezga und einem großen Netzwerk weiterentwickelt wird. In dieser Methode bekommen Schüler als Lernende auch eine große Zahl von Lehraufgaben zugewiesen. Damit bekommen die Schüler über den reinen zu vermittelnden Lehrplaninhalt auch eine Vielzahl von heute immer wieder geforderten Kompetenzen vermittelt. Dieses Potential im Sinne von OER zu nutzen wird eine der zu vermittelnden Hauptaufgaben der nahen Zukunft von OER sein. Viele Gute Ansätze sind dabei auf den Weg gebracht wie zum Beispiel die OER Seiten und Aktivitäten der bpb, dem Schulbuch-O-Mat, den Seiten von netzpolitik.org, der Mooc Bewegung mit freien Moocs wie #MMC13, #Coer13 oder dem im Juni beginnenden ersten offenen Mooc meiner Fernuniversität in Hagen über wissenschaftliches Schreiben, der unter dem Hashtag #exif13 verfolgbar sein wird. Bleibt als Schlagwort für das Entwicklungspotential also: „OER einfach Machen“

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Eingeordnet unter Bachelor Bildungswissenschaften, COER13

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