Monatsarchiv: Juli 2013

Fazit #ExIF13

Da der #ExIF13 (leider viel zu schnell) zu Ende gegangen ist möchte ich hier auch noch ein kurzes Fazit zu dieser Reise zur Insel der Forschung aus meiner Sicht ziehen. Der #ExIF13 hat es geschafft für Forschung zu begeistern und hat vor allem Lust auf mehr gemacht, sowohl auf mehr an Forschungsmethodik zu erfahren, als auch selbst zu forschen. Ein Dank an die Organisatoren Markus Deiman und Sebastian Vogt, aber auch an alle Dozenten für die tollen Beiträge und die tollen Wünsche an uns Teilnehmern, die uns zu vielen Recherchen und (bei mir zumindest) auch zu viel Nachdenken über Forschung und Forschungsmethoden angestachelt haben. Ebenfalls dankbar bin ich für die vielen Literaturhinweise, vor allem das Buch „Wissenschaftliches Arbeiten von Abbildung bis Zitat“ der Autorin Berit Sandberg hat die Batterien meiner Leselampe während des Campingurlaubs extrem stark beansprucht. Bleibt noch zu hoffen das sich die Google+ Seite des ExIF13 als Forschungsplattform nachhaltig entwickelt und wir auch noch an Ergebnissen teilhaben können, die erst nach Abschluss des #ExIF13 auftauchen, ganz im Sinne von Jean-Pol Martin: „Lange Inkubation – plötzliche Emergenz“ (wer jetzt nicht weiß wovon ich spreche, schaut sich bei YouTube dieses Video an.

 

#ExIF13, Wo ist die Insel der Forschung

#ExIF13, Wo ist die Insel der Forschung

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#ExIF13 Woche 6 inspirierende Forscher und Forschungsprojekte

Jean-Pol Martin This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License.

Jean-Pol Martin
Creative Commons License
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License.

Mit meinem Beitrag zur 6. Woche des #ExIF13 möchte ich die Forschung rund um „Lernen durch Lehren“ vorstellen, die Jean-Pol Martin seit über 30 Jahren in Aktionsforschung betreibt. Die Methode Lernen durch Lehren, nachfolgend nur noch LdL genannt, beschäftigt mich auch in meiner aktuellen Hausarbeit zum Modul 3A (Mediale Bildung und Medienkommunikation), der Ansatz fasziniert mich allerdings schon länger, vor allem weil ich in den Lerngruppen zum Fernstudium immer wieder bemerkt habe, dass ich den Lernstoff am besten durchdringe, wenn ich versuche ihn Kommilitonen zu erklären. Der Französisch Didaktiker Jean-Pol Martin hat die Methode Mitte der 80er Jahre ursprünglich entwickelt um den Sprechanteil seiner Schüler im Unterricht zu erhöhen, ohne dabei die grammatikalischen Lernprozesse zu vernachlässigen. 30 Jahre sind eine lange Zeit, und so ist Jean-Pol Martin inzwischen im (Un-) Ruhestand und seine Forschung um die Methode LdL wird von Joachim Grezga an der Katholischen Universität in Eichstätt fortgesetzt. Allerdings ist Jean-Pol Martin auf vielen Social Media Kanälen immer noch mit offenem Gehör für Leute (wie mich) da, um Fragen rund um LdL zu beantworten. Auch viele andere Wissenschaftler (z. B. Christian Spannagel)  haben oder beschäftigen sich aktuell mit der LdL – Methode.

Jean-Pol Martin hat seine Forschung immer als „Aktionsforschung“ betrieben, weil er es für sehr wichtig hielt auch in der Praxis Erfahrungen zu sammeln. Sein Ziel war es LdL für die Anwendbarkeit zu optimieren und so unterrichtete er stets nebenher auch eine Klasse an einem Gymnasium. Erkenntnisse aus diesem Forschungsfeld gingen dann in die theoretische Fundierung der Methode ein, wie umgekehrt auch theoretische Erkenntnisse in den „Bewährungstest“ Unterricht Eingang fanden (jetzt wo ich diese Sätze niederschreibe erinnert es mich an die Worte von Professor Bastiaens in seinem #ExIF13 Auftaktvortrag, indem er einen Mehrwert für die Praxis von unseren Forschungsprojekten forderte).

Im Unterricht gab Jean-Pol Martin seinen Schülern (zunächst zeitlich und thematisch eng begrenzte) Lehraufträge und somit waren die Schüler aufgefordert den Unterricht zu gestalten. Wie solche Unterrichtsstunden ablaufen ist in einigen YouTube Videos sehr gut nachvollziehbar. Hier habe ich eine  Playlist mit einigen Videos über LdL angelegt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, es gibt noch viel mehr). Gesondert empfehlen (nicht nur wegen LdL, sondern auch aufgrund der enthusiastischen Vortragsweise die auch nach 30 Jahren Forschungsarbeit zeigt, mit welcher Begeisterung Jean-Pol an LdL gearbeitet hat) diesen Abschlussvortrag auf dem LDL – Tag an der PH Ludwigsburg im Mai 2009. Wer noch mehr über LdL (und/oder) Jean-Pol Martin erfahren möchte kann in seinem sehr ausführlichen Blog weiterlesen.

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#Exif13 Woche 4 Studien aus der Sozialforschung

Wegweisende Studien aus der sozialwissenschaftlichen Forschung.

Mein Vorschlag: Die Versuche in der Laborschule von John Dewey an der University of Chicago und seine zentale Schrift “Democracy and Education”

In den USA sind Wert und Güte der Ergebnisse aus John Dewey´s “ University Elementary School” also seiner Laborschule an der Universität Chicago bis heute hoch geschätzt, auch wenn sie aufgrund der starken politischen Verknüpfung oft auch sehr kontrovers diskutiert werden. Für John Dewey war Erziehung unmittelbar mit seinem Verständnis von Demokratie und vor allem mit einem Verständnis von starker demokratischer Beteiligung der Menschen an der staatlichen Entwicklung verknüpft.

Auch in der deutschsprachigen Literatur und Forschung ist Dewey bis heute ein prägender Mann, über dessen Arbeiten viel diskutiert wird. 2005 eröffnete die Universität Köln ein Dewey Center, dass eng mit dem amerikanischen Dewey-Center an der Southern Illinois University in Carbondale zusammenarbeitet.

Nach F. Bohnsack, der sich intensiv mit dem Werken von Dewey auseinandergesetzt hat, ist das “praktische Lernen” in keinem anderen reformpädagogischen Ansatz  so verankert wie in der Philosophie und der Pädagogik Deweys. (aus Bohnsack, F. Erfahrungsqualität im Unterricht. John Deweys Begriff “experience”  und sein Beitrag zum “praktischen Lernen” in der Muttersprache. In Gidion, J./ Rumpf, H./ Schweitzer, F.(Hrsg.): Gestalten der Sprache. Deutschunterricht und praktisches Lernen. Weinheim/ Basel 1987.)

In seiner Laborschule wollte Dewey “Lernen aus Erfahrung” (oft zu knapp zitiert als “learning by doing”) in den Mittelpunkt der Erziehung setzen. Es ist also ein “lebensnahes” praktisches Lernen das Dewey propagiert hat. Angesichts der immer länger werdenden Schultage und der steigenden Stundenanzahl  nehmen wir die Schüler zu einem großen Teil aus dem “wahren” Leben und “unterrichten” sie im geschützten Lernraum “Schule”.

Um so wichtiger wird ein “handlungsorientierter” Unterricht, der es den Schülern im Anschluss an die Schulzeit ermöglicht sich in der “Praxis des Lebens” zurechtzufinden und “handlungsfähig” zu sein.

John Dewey

Photo by By Eva Watson-Schütze (1867-1935) [Public domain], via Wikimedia Commons

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