Ein Versuch: Eine Woche LdL in der beruflichen Bildung

ldlmoocpraxis

Eine Woche darf ich in einer beruflichen Fortbildung im Bereich der Sonderpädagogik dozieren. Nach dem #ldlmooc und der intensiven Beschäftigung bietet sich an, dieses mit LdL zu versuchen. Zunächst waren da aber einige Unsicherheiten zu klären.

Die Voraussetzungen: Meine Woche ist nur 1 Block (Block 3/5) in einem elfmonatigen Kurs mit insgesamt 5 Blöcken plus einem Praxisblog. Der Lernstoff ist vorgegeben nicht nur anhand eines Curriculums, sondern auch anhand sehr guter Lernskripte, auf die die TN per Moodleumgebung schon seit Kursbeginn Zugriff haben. Bedeutet das aber, dass man den Lernstoff als bekannt oder zumindest als gelesen voraussetzen kann? Wohl eher nicht.  In der Theorie haben wir immer von “spannendem Lernstoff” gesprochen, angepasst auf die Gegebenheiten dieses Kurses muss es besser heißen: “Den Lernstoff spannend machen”

Daran also arbeite ich zur Zeit, den Lernstoff in kleine Portionen zu teilen, die in der Unterrichtszeit von den Teilnehmern selbst erarbeitet und präsentiert werden können. Damit es “spannend” bleibt werden hier je nach Thema verschiedene Methoden der Erarbeitung und der Präsentation kombiniert.

Die Themen werden in Kleingruppen von 2er und 3er Teams erarbeitet und anschließend der Gruppe präsentiert und mit ihr diskutiert.

Plan B wenn es schiefgeht oder sagen wir: es nicht so positiv verläuft wie erwartet: Ja klar, den habe ich schon, strukturiere ihn aber gerade so, dass er immer wieder auf #LdL Elemente,  also auf die Anregung der Eigenaktivität der Teilnehmer zurückführt, einen totalen Umbruch (Rückschritt) in den Frontalunterricht wird es nicht geben. Die Möglichkeit bei Schwierigkeiten der TN einen Lernabschnitt im Frontalunterricht wenigstens einzuführen werde ich aber entsprechend vorbereiten.

Besonders neugierig bin ich auf die Umsetzung eines Talkshow Formats mit den Teilnehmern. Es ist angedacht als Expertenrunde zum Thema Inklusion und WfbM, Wie diese läuft und welche Ergebnisse ich aus didaktischer und auch aus inhaltlicher Perspektive bei diesem Format gewinne, werde ich in Kürze hier berichten. Die inhaltlichen Ergebnisse dieser einstündigen “Talkshow” werden wenn möglich auch direkt aus dem Unterricht mit dem Hashtag #spztalk getwittert.

Über den Verlauf der LdL Woche werde ich hier nach Abschluss berichten.

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6 Kommentare

Eingeordnet unter Bachelor Bildungswissenschaften

6 Antworten zu “Ein Versuch: Eine Woche LdL in der beruflichen Bildung

  1. „“Den Lernstoff spannend machen” Exakt! Das ist oft die Aufgabe! Z.B. bei Fremdsprachen, die Grammatik. Den Schülern fällt in der Regel immer was Originelles ein.

  2. Hallo jeanpol, Danke für die Anregungen. In meinem speziellen Fall hier stehen sich allerdings nicht LdL und Inklusion gegenüber, Die thematische Frage bezieht sich darauf, ob Inklusion nicht der Existenz von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) widerspricht und die Werkstätten abgeschafft werden müssten. Ein nicht so einfach zu bearbeitendes Thema, das eher Perspektiven als Definitionen hervorbringen wird. LdL soll hierbei als Methode durch das Format einer Talkshow (Expertenrunde), die von den Teilnehmern (nach Erarbeitung möglicher Einstiegsfragen) auch selbst moderiert wird, realisiert werden und der Erarbeitung verschiedener Perspektiven auf das Verhältnis von Inklusion – WfbM dienen.

  3. OK. Vielen Dank! Jetzt weiß ich bescheid(er)!:-)

  4. Und nu interessiert mich natürlich deine Erfahrung mit der Woche.
    Hat alles so geklappt wie du es geplant hast?
    Haben die Teilnehmer deine Vorstellungen umsetzen können?

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