Medienkompetenz schon von John Dewey gefordert

John Dewey kannte noch kein Internet, geschweige denn ein Smartphone und deren Möglichkeiten des Informationsaustausches und der Kommunikation. Er erkannte aber schon zu Zeiten als noch Eisenbahn und Telegrafie zu den Errungenschaften eines schnellen Informationsaustausches zählten, dass die Art der Vermittlung und die unterschiedlichen Kommunikationswege einen immensen Einfluss auf unsere eigene individuelle Auseinandersetzung mit Inhalten haben. Zum Lernen von Fakten gehört daher immer auch das Lernen des Umgangs mit Medien und Informationsübertragungswegen. Nicht nur zur Nutzung aller Medien, sondern insbesondere zur Bewertung der Qualität ihrer Inhalte.

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/John_Dewey#
John Dewey at the University of Chicago in 1902. Einzelheiten zur Genehmigung Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers. Parallel zu dieser Lizenz muss auch ein Lizenzbaustein für die United States public domain gesetzt werden, um anzuzeigen, dass dieses Werk auch in den Vereinigten Staaten gemeinfrei ist. Beachte bitte auch, dass einige wenige Länder eine Schutzfrist von mehr als 70 Jahren haben: in Mexiko sind es 100 Jahre, 95 in Jamaika, 80 in Kolumbien; Guatemala und Samoa haben jeweils 75 Jahre, Werke aus der Sowjetunion haben 74 Jahre Schutzfrist für bestimmte Autoren. Diese Datei ist eventuell nicht gemeinfrei in den genannten Ländern, die darüber hinaus nicht den Schutzfristenvergleich anwenden. Die Elfenbeinküste hat eine allgemeine Schutzfrist von 99 Jahren und in Honduras sind es 75 Jahre, aber in diesen Ländern wiederum wird der Schutzfristenvergleich angewandt. Es wurde festgestellt, dass diese Datei frei von bekannten Beschränkungen durch das Urheberrecht ist, alle verbundenen und verwandten Rechte eingeschlossen.

dazu folgendes Fundstück in der Literatur:

„Wenn wir nur unsere Zustimmung zur Erweiterung des Erziehungsbegriffs über die enge Begrenzung auf die schulische Erziehung hinaus geben, werden wir feststellen, das wir mit der Ausweitung des Begriffs nicht eher aufhören können, bis er alle Vermittler und Einflüsse einschließt, die den Charakter formen. Nicht allein Bücher und Bilder, sondern auch die Mechanismen der Publikation und Kommunikation, durch die sie uns zugänglich gemacht werden – und das bedeutet sowohl die Nutzung von Eisenbahn und Telegraphie sowie der Druckerei als auch der Bibliothek und der Bildergalerie mit einzuschließen. Der alltägliche Diskurs, der Gedankenaustausch und die Erfahrungen im Gespräch sowie die Kontakte in Wettbewerb und Wirtschaftskooperation haben einen großen Einfluss darauf, welchen Dingen wir Aufmerksamkeit schenken, und darauf, wie wir ihnen diese Aufmerksamkeit schenken. Jeder Ort, an dem sich Menschen gewöhnlich treffen, der Laden, das Vereinsheim, die Fabrik, die Kneipe, die Kirche, der politische Ausschuss, ist zwangsläufig ein Schulhaus, auch wenn er nicht so bezeichnet wird.“

englisches Original: „If we but consent to extend the term education beyond its narrow limitation to schooling, we shall find that we cannot stop short in this extension till we have broadened it to cover all the agencies and influences that shape disposition. Not merely books and pictures, but the machinery of publication and communication by which these are made accessible must be included- and this means the use made of railway and telegraph as well as of the printing press, the library , and the picture gallery. Ordinary daily discourse, the exchange of ideas and expierences in conversation, and the contacts of business competition and cooperation are most influential in deciding the objects upon which attention is fixed and the way attention is given to them. Every place in which men habitually meet, shop, club, factory, saloon, church, political caucus, is perforce a schoolhouse, even though not so labelled (MW7. 303-304) aus: The collected Works of John Dewey 1882 – 1953 Edited by Jo Ann Boydston Carbondale Southern Illinois University Press 2008

Quelle: Oelkers, Jürgen John Deweys Philosophie der Erziehung Eine theoriegeschichtliche Analyse als Beitrag in: Konrad F-M; Knoll,M (Hrsg.) „John Dewey als Pädagoge“ 2018 Bad Heilbrunn Klinckhardt Seite 43

deutsche Übersetzung des englischen Originaltextes von J.A. Fuchs (Eichstätt)

 

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Bachelor Bildungswissenschaften

2 Antworten zu “Medienkompetenz schon von John Dewey gefordert

  1. Danke für den interessanten Hinweis!

  2. Gerne Jean-Pol, auch hier schließt sich Deine Erweiterung der Maslow Pyramide mit dem wichtigen Bedürfnis der Informationsverarbeitung an. LdL und Dewey wird glaube ich ein schönes Thema, das sich in den Ldlmooc3 einspeisen lässt. Ich werde für den Mooc dazu etwas vorbereiten.

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